Saturday, May 11

allein sein wird schwerer, auch wenn es noch nie leicht war. doch niemand kann mir vorwerfen, ich würde es nicht probieren. ich bin die jenige, die den leuten immer nachläuft. versuche, mich zu bessern. trage nicht mehr so sehr nach außen, was ich fühle, sondern kehre es mehr nach innen. ob das gut ist, weiß ich nicht. war am mittwoch auf mathis' beerdigung, der jungen aus meinem dorf, der sich erhängt hat. es war unglaublich schwer. warte darauf, dass sein suizid mir die augen öffnet, doch noch warte ich vergeblich. habe das gefühl, niemand versteht mich. habe aufgehört zu reden, weil es niemanden interessiert. es ist nicht normal, morgens aufzuwachen und zu sich selbst zu sagen, dass man nicht mehr will. sogar an einem samstagmorgen ohne schulstress. es ist immer das gleiche. ich helfe menschen und irgendwann sagen sie, ihnen geht es besser oder sie haben es fast geschafft und sie bedanken sich. und ich bin kein stück weiter und häng' immer noch in diesem loch. ich würde mich heute gerne wie die letzten tage in meinem zimmer verbarrikadieren, doch ich weiß, dass das wieder ein schritt in die falsche richtung wär. also quäl' ich mich raus, allein. in die stadt und dann in's fitnessstudio, um nicht wieder komplett die kontrolle über mein leben zu verlieren. und dann mal schauen, vielleicht werf' ich mich vor 'nen zug, vielleicht fahr ich auch einfach wieder heim. das war natürlich nicht mein ernst. i try my best

1 comment:

  1. Hey,
    lass den Kopf nicht hängen, jedes Tief hat mal sein Ende.

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