Sunday, April 28

ich weiß gar nicht, wie ich es beschreiben soll, doch deine nähe ist mein zuhause. wie wir zusammen vor'm club stehen, es ist spät, es ist kalt und es regnet. sturzbetrunken, durchgefroren. wie du deine jacke ausziehst, obwohl du nur ein shirt anhast, sie mir umlegst und mich so fest umarmst, dass ich aufhöre zu zittern. wie wir im auto sitzen, die musik ganz laut und einfach fahren. es gibt kein größeres wunder für mich, als abends neben dir zu liegen, deine arme um mich, deinen kopf an meinem zu spüren und der letzte mensch zu sein, dem du in die augen schaust, den du küsst. wie du mir sagst, dass du mich brauchst, dass du dir dein leben ohne mich nicht ausmalen kannst. wenn ich bei dir bin, lässt mich meine einsamkeit los und die dämonen in meinem kopf verfolgen mich nicht mehr. du bist meine vergangenheit, meine gegenwart und meine zukunft. nie gab es einen anderen jungen, einen anderen menschen für mich, der mir so viel bedeutet hat; egal, wer kam. du warst der erste, der mir gezeigt hat, was es heißt zu lieben. du warst der erste, der mir gezeigt hat, was herzschmerz, trennungsschmerz ist. du warst der erste, der mir gezeigt hat, dass sich warten und kämpfen lohnt. und wenn ich jetzt morgens neben dir aufwache, in dein gesicht blicke und du mich küsst, dann bin ich vollkommen.

Tuesday, April 23

'somewhere between happy and total fucking wreck,
feet sometimes on solid ground, sometimes at the edge'
es läuft alles ganz normal, der ganz normale wahnsinn eben. habe heute die letzte physik klausur meines lebens geschrieben, nichts gewusst, abgegeben, "schönen tag noch" und weg war ich; haha, die können mich alle mal. war den ganzen nachmittag mit hannah unterwegs, dem mädchen, das mich auf meine narben angesprochen hatte. es war total schön und total relaxt. es fühlt sich an, als würden wir uns schon viel viel länger kennen. oh man. wie war das mit 'get close, get hurt'? aber naja. mit meinem freund läuft's bescheiden, wir sehen uns so selten. dass wir gar nicht das gefühl haben, dass wir zusammen sind. aber naja. wir lieben uns. und das ist doch das, was zählt, oder? hm, habe vorhin meine leistungskurse gewählt und bald ist es dann auch endlich amtlich, dass ich chemie und physik los bin. ab nächstem schuljahr fließen meine noten in's abi ein, things are getting pretty serious haha. das war's dann mit schwänzen und der fuck it- einstellung. aber ich krieg' das schon hin. was ein langweiliger post

Monday, April 22

Wednesday, April 17

meine schwester ist jetzt weg von zuhause, ausgezogen. und ich fühle mich unglaublich verloren hier. unglaublich leer, unglaublich schwer.

Tuesday, April 16

es ist alles so schwer, irgendwie bin ich wieder in dieses loch gestürzt. kein mittagessen, kein abendessen, zugenommen, fickt euch. frische wunden, "es bringt dir nichts", ach ne. ich brauche jemanden, der mir hilft. nicht psychisch, sondern physisch. brauche meinen jungen, der mich hält, doch er ist nicht da, er ist einfach nicht da. er weiß nicht, dass ich wieder angefangen habe. doch selbst, wenn er es wüsste, vermutlich würde es nichts ändern. das mädchen, des mich angesprochen hatte (der lange post vor ein paar tagen), sie versteht mich, wir verstehen uns, sie will mit mir einen neuen psychologen für mich suchen. doch ich weiß nicht, ob ich dafür bereit bin. meine probleme sind nicht groß genug und bin gleichzeitig so dumm, will hilfe, doch nehme sie nicht an. ich bin so verwirrt

Sunday, April 14

wenn das wetter so geil ist, fühl' ich mich noch einsamer als sonst

Friday, April 12

ich weiß nicht, was ich tun soll. weiß nicht, wohin ich gehen soll. ich will nicht mehr leben, das macht alles keinen sinn. immer noch nicht, vielleicht wird es das nie. ich halt's nicht mehr aus
meine eltern sind enttäuscht von mir
und deren eltern sind enttäuscht von ihnen
und ganz egal, welchen weg man läuft,
mit jedem schritt tritt man auf mienen

fuck off

Thursday, April 11

ich komme gerade aus dem klassenraum und will in die pause gehen. kurz vor der treppe höre ich jemanden meinen namen rufen, es ist ein mädchen aus meinem latein kurs. "nevenka?" ruft sie, ich drehe mich um und sie kommt auf mich zu. "kann ich dich kurz was fragen?", sie wirkt eingeschüchtert. sie ist erst letztes halbjahr  zu uns auf die schule gekommen und ich habe noch nie ein wort mit ihr gewechselt. plötzlich frage ich mich wieso, denn unsympathisch war sie mir nie. "ja, klar", lächle ich. wir bleiben am fenster stehen, an uns laufen leute entlang und sie senkt ihre stimme etwas. "ich wollte dich fragen, wie du es dich getraut hast, deine narben zu zeigen.", sagt sie. okay, das überrascht mich jetzt ein wenig. ich hatte in latein meinen cardigan ausgezogen, weil ich viel zu dick angezogen war und ich ja generell nicht mehr so viel darauf gebe, was leute von meinen armen halten. "weil ich hab' dieses problem auch..", setzt sie schnell hinten dran. ich habe es mir schon fast gedacht. das ist traurig. ich beobachte menschen gerne und versuche sie zu analysieren. ich dachte mir schon oft, dass hinter diesen augen und unter dieser haut mehr steckt, etwas trauriges. was mich allerdings überrascht ist die tatsache, dass ich kein problem damit habe, mit ihr darüber zu reden. ich weiß nicht, ob ihr das kennt, aber wenn leute die gleichen laster haben wie ihr, ist das eis doch viel schneller gebrochen, oder? "naja..", setze ich an, "bei mir läuft das jetzt schon ca. 2 jahre und ich dachte mir irgendwann einfach, dass ich mich nicht mehr verstecken will. die zeit ist zu schade dafür." ich hake nach und sie erzählt mir, dass sie seit einem halben jahr zum psychologen geht, doch dass es mit der selbstverletzung einfach nicht besser wird, da sie bei ihrem vater wohnt und er sie ständig nur fertig macht. ihre mutter ist krank- krebs- und mit ihr versteht sie sich auch nicht gut. ich bin getroffen. ihre großen augen sind unglaublich traurig und, wie ich glaube, von tränen gefüllt. ich umarme sie und sie sagt mir, wie lieb ich sei. wir tauschen uns aus über unsere erfahrungen über psychologen etc. aus. "es ist ein teufelskreis", sage ich, "selbst, wenn es mir gut ging, musste ich es tun. ich brauchte es." sie nickt, "ja, so geht es mir auch. meine gedanken sind einfach vollkommen negativ und mich stört das inzwischen auch nicht mehr, aber eben die leute in meinem umfeld." "es stört dich nicht mehr, weil du dich daran gewöhnt hast.", antworte ich. sie lächelt schwach und schaut auf den boden, "das stimmt wahrscheinlich.. ich find es total klasse, dass du so offen damit umgehst. denn wenn ich mit jemandem rede, der das gleiche problem hat, dann fühl' ich mich nicht ganz so schlecht." "ich finde es sinnlos, dieses thema zu einem tabu-thema zu machen", gebe ich zurück, "jeder mensch geht mit seinen problemen anders um." "aber ich habe so angst vor den reaktionen der leute, vorallem im sommer war es so furchtbar, als ich meine arme als verstecken musste.", sagt sie. "du bist was du bist und die narben und die wunden gehören zu dir, du brauchst dich nicht verstecken. du brauchst nicht den erwartungen von anderen leuten zu entsprechen, du bist du und das alles ist ein teil von dir. die meinungen von anderen können dir egal sein. ich erlebe auch die unterschiedlichsten reaktionen, doch wenn jemand ein problem damit hat, dann hat er eben gelitten.", antworte ich. sie lächelt, "ich versuch' einfach nur, es zu ändern, weißt du? am anfang als ich hier auf die schule kam, habe ich versucht, die glückliche zu sein, aber es ging einfach nicht. deshalb habe ich auch öfters schon gefehlt. ich sitze dann einfach zuhause und weine den ganzen tag durch und weiß nicht mal genau, wieso", sagt sie. ich erinnere mich, sie fehlte schon öfter und die dunklen ränder unter ihren augen sprechen für sich. "aber wenn du jetzt wieder angefangen hast..", fährt sie fort, "..willst du es wirklich nicht noch einmal mit einem psychologen probieren? wenn du das auf eigene faust hinkriegen willst, dann finde ich das klasse, doch wenn du es alleine nicht hinbekommst.." ich schaue zur seite und sage "ich überlege es mir." meine probleme sind nicht groß genug, als dass ich zum psychologen müsste und meine schnitte sind auch nicht annährend so tief wie früher, aber das sage ich ihr nicht. sie setzt wieder an "weißt du, ich habe heute ein gespräch mit meinem psychologen und meinem vater, der weiß noch nichts davon. ich habe einfach so angst davor." ich schaue ihr in die augen, "du musst keine angst haben, wirklich." sie kaut auf ihrer wange rum. "alles wird gut werden", fahre ich fort, "du bist noch so jung und vor dir liegt noch viel viel mehr, was es zu erleben gibt. du darfst nicht aufgeben, du musst weitermachen." sie lächelt wieder. es gongt, die pause ist vorbei. "oh man, danke, wirklich. es ist toll, dass ich mit darüber reden kann.", sie sieht erleichtert aus. und ich fühle mich auch gut. "klar, ist doch kein problem", lächel ich sie an, "ich muss jetzt hoch, ich schreib' klausur. und wenn irgendwas ist, dann sprich mich einfach an." ich umarme sie und wir verabschieden uns. das gespräch geht mir den ganzen tag nicht aus dem kopf, weswegen ich jetzt auch diesen roman hier geschrieben habe.. es ist krass, was für begegnungen man macht. nie hätte ich das erwartet. doch es ist schön, dass ich leuten irgendwie helfen kann. auch, wenn es nur ein bisschen ist.

Wednesday, April 10

ich bin nichts wert. gar nichts.

Sunday, April 7



feeling sick and helpless, lost the compass where self is.
i know what i gotta do and i can’t help it.

Saturday, April 6

ein schwacher moment, ein augenlick und schon bin ich wieder da, wo ich nicht wieder hinwollte. halte die nadel in die flamme meines feuerzeugs, drücke sie auf meine haut. die gleiche prozedur wieder und wieder. noch nie hab' ich mich selbst verbrannt, es tut höllisch weh, es tut höllisch gut. ich versuche mich zu beherrschen, doch irgendwann springe ich auf, hole die klingen aus dem bad. ich versuche durchzuatmen, es zu lassen, doch es bringt nichts. setze die klinge an, ziehe sie durch. wieder und wieder. ein halbes jahr für nichts, ein halbes jahr gekämpft. für nichts. ich bin furchtbar, ich bin eine schande, ich bin so schwach, so lächerlich. in mir ist es so dunkel und einmal mehr habe ich angst vor mir selbst. ich weine. wegen mir. ich fürchte mich so. vor allem
6.4.13. es ist samstag und am montag wieder schule. das ist okay. mir geht es irgendwas zwischen gut und.. ich weiß nicht. ich hatte absolut geile ferien, auch wenn das wetter nicht mit gespielt halt. bis sonntag abend habe ich noch sturmfrei. und trotzdem bin ich nicht glücklich. doch vielleicht definiere ich glücklich auch einfach falsch. vielleicht bedeutet glücklich einfach zufriedenheit und nicht, mit einem dauergrinsen rumzulaufen. vielleicht will ich mich mit dem gedanken auch nur trösten, doch er beruhigt mich. denn ich habe jeden grund glücklich zu sein, habe so viel erlebt die letzte zeit, bin so oft neben meinem jungen eingeschlafen und aufgewacht (der wird übrigens in 4 tagen 18, vielleicht sollte ich dann aufhören, ihn junge zu nennen haha), bis um 7 durchgemacht, betrunken, breit, ein paar stunden geschlafen und dann gings weiter. freiheit einfach. eigentlich ist alles okay. doch 'eigentlich' bedeutet auch immer 'aber'. vielleicht ist es wirklich einfach so, wie ich denke: mit mir stimmt etwas nicht. okay, das wusste ich schon vorher, doch vielleicht ist es wirklich etwas, das man therapieren müsste. aber naja, irgendwie hab' ich es schließlich ohne psychologen hinbekommen, also wird es auch so bleiben. aber weg mit dem schlechten und auf das gute konzentrieren. schließlich ist es immer noch das, was das leben lebenswert macht.