Saturday, October 6

ich liege in seinem arm, im hintergrund läuft irgendein film, der wohl gruselig sein soll. meine klamotten liegen über den gesamten boden verteilt, es riecht nach sex, nach rauch, nach gebrochenen prinzipien. komme mir so billig vor, doch im nächsten moment ist es mir egal. wir kennen uns schon so lange und ich glaube manchmal, dass wir füreinander bestimmt sind, aber das wollen wir ja nicht, also fuck it. wir gehen raus auf seinen balkon, ich trage nur eine jogging und eine jacke von ihm. wir setzen uns gegenüber voneinander und sagen eine ganze weile garnichts. es ist dunkel und angenehm kühl. alles, was ich sehe, ist das glimmen seiner kippe und wie er sie manchmal über dem aschenbecher abascht. ich schließe die augen und atme die abendluft ein. krass, wie schnell ich mich verändert habe. krass, wie man sich ändern kann, wenn nur eine person aus seinem leben tritt. doch mir geht es besser. ja. erst, wenn man sich von dem loslöst, was einen zurückhält, findet man zu sich selbst. steige später in's auto meines vaters ein und das erste, was ich wieder zu hören bekomme ist wie schlimm ich bin. danke, wirklich. ich versuche so sehr, glücklich zu werden, doch worte tun so weh. fick dich. fick dich dafür, dass du mein vater bist. er hält vor unserem haus an, meine schwester und ich schauen ihn fragend an. 'wollt ihr vielleicht mal aussteigen?', meint er. 'ja und wo gehst du hin?', antwortet meine schwester. 'geht dich das was an?' kurze stille. 'ich hab' keinen schlüssel dabei.', meint sie. 'ich hab' einen.', sage ich kühl. 'woow, du hast einen schlüssel dabei?', fragt mein vater sarkastisch und gleichzeitig herabblickend, als er sich zu mir umdreht, 'man kann ja echt stolz auf dich sein.' ich reiße die autotür auf und knalle sie hinter mir zu. fick dich dafür, dass mein leben an dir scheitert.

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