Sunday, September 30

mit jedem millimeter, mit jeder sekunde, mit jedem atemzug, mit allem, was ich tue, entferne ich mich weiter von dir. mit allem ziehe ich einen weiteren teil des schlussstriches. ich lasse mich nicht mehr benutzen. ich versuche, mich nichtmehr von dir runterbringen zu lassen, mich nicht mehr an dir zu messen. oh bitte, nenn' mich nicht beste freundin, ich hab' schon weit aus besseres gehört, das sogar wahr ist. ich geh' meinen weg, ich leb' mein leben und mache, was ich will. du wirst nicht mehr daran teil haben. viel zu lange habe ich mich versteckt, viel zu lange habe ich mich von dir steuern lassen, dachte, es wäre es wert. doch jetzt zeigst du mir, dass es nicht so ist. mach' dir keine mühe um mich, mach' keinen finger krumm, ich kann auf eigenen beinen stehen, ich brauche deine hilfe nicht. ich bin ich und ich werde jetzt versuchen, so unverfälscht zu sein, wie noch nie. will alles beiseite schaffen, was mich zurückhält. ich bin jung und ich scheiße auf alles. naja, zumindest fast. ein bisschen vernunft muss noch sein. doch ich werde trinken und kiffen und rauchen und tanzen und lachen und weinen und frei und wild sein. ich werde endlich wieder ich. ich werde sein. ohne zwänge. ich werde sein. und mit jedem tag gehe ich einen schritt auf meine freiheit zu, auf mich selbst. ich setze meine ziele hoch, darf es nicht zu schnell angehen lassen, sonst fällt man hart. doch ich werde keine klinge mehr brauchen, ich werde nicht mehr hungern, nicht mehr kotzen, nicht mehr jeden abend weinen. ich werde mich vielleicht nicht lieben, aber akzeptieren. ich werde meine haare wieder lang werden lassen, ab nächstes jahr meine ohrlöcher wieder dehnen, ich werde anziehen, was ich will. ich werde mich nicht beirren lassen. ich werde versuchen, auf mein zuhause zu scheiße. nicht mehr hinzuhören, mich nicht mehr schlecht machen zu lasssen, obwohl ich nicht schlecht bin.
ich werde kämpfen. weiter kämpfen. und ich werde siegen. come on, baby, let the good times roll.

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