Thursday, August 2

ich sollte eigentlich glücklich sein, zumindest in dem moment. bin nicht einmal angetrunken, das geld soll noch für's minicar nachhause reichen, also sind nur 2 bier drin. der club ist gut, die musik auch, die menschen cool, bis auf die üblichen schwachmaten, die man überall findet. doch selbst als wir auf der tanzfläche sind, kann ich nicht aufhören nachzudenken, meine gedanken rasen, ich kann nicht loslassen. 12 uhr. 1 uhr. halb 2. um 2 verschwinden wir. ich hätte noch ewig tanzen können, doch meine freundin kann nicht mehr laufen. wir fallen in's bett, ich bin hellwach. wache einige stunden später auf, es ist 11. mein nacken tut weh, irgendwie lag ich anscheinend scheiße. meine freundin rollt sich herum und schläft weiter. ich liege wach im bett und starre an die decke. schlage meine augen zu, doch wie automatisch öffnen sie sich wieder. ich steige aus dem bett und schlüpfe unter die dusche, um den dreck von gestern abend abzuwaschen. ziehe mich aus und komme, dank der größes des badezimmers, nicht drum herum, mich im spiegel anzugucken. ich habe augenringe, meine hüftknochen ragen so krass heraus wie schon lange nicht mehr. ich erschrecke mich fast vor mir selbst. plötzlich schnürt es mir die kehle zu. nicht das, was ich im spiegel sehe, sondern das, was ich denke. was ist falsch mit mir? wieso kann ich nicht einfach normal sein? wieso kann ich nicht glücklich oder fröhlich sein? habe es immer auf die pubertät geschoben, doch irgendwas stimmt mit mir nicht. klar, das wusste ich auch schon vorher, aber jetzt spüre ich es in mir, wie ein dunkeles schwarzes loch. wieso bin ich so? ich will, dass das alles weggeht.

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