Saturday, August 11

die nacht bricht herein und es wird kühl. während ich meine jacke überziehe und mich zurück in den kreis setze, höre ich die anderen rumheulen. ihnen ist schlecht, sie sind müde, sie wollen heim. wortlos rauche und trinke ich alleine weiter, obwohl die kälte mir schon in den körper kriecht. ich blase den rauch aus und schaue in die nacht. über uns sind unzählige sterne zu sehen, keine wolke hängt am himmel. vor meinen augen flackern bilder auf, erinnerungen, momente. ich versuche sie beiseite zu schieben, doch irgendwie will es nicht funktionieren. jede erinnerung tut weh. jedes wort, jeder moment, alles unausgesprochene. alles tut weh. ein bisschen dummes gerede, lachen und zuhören. mein ipod gibt keine passenden songs mehr her, die kohle ist durch. wir packen zusammen und hocken uns auf die straße. die nacht ist so jung und ich frage mich, ob gerade irgendwer irgendwo an mich denkt. am nächsten tag setze ich mich in den zug nach frankfurt, ich brauche 'ne hose. zara baut um, hat zu. haha, scheiße. gehe mit meiner freundin in irgendeinen unterwäsche laden, sie probiert bh's an mit ihrem b körbchen. warum alle, nur ich nicht? stehen an der kasse, ich gucke mich im spiegel an. mein bauch wölbt sich und meine beine ähneln mehr denen eines elefanten. ich könnte kotzen. im wahrsten sinne des wortes. schaue mir die menschen an. alle haben nicht so 'ne hackfresse wie ich. wieso kann ich nicht schön sein? wieso nicht dünn? ich weiß, ich habe kaum noch etwas zum abnehmen an mir, aber es ist einfach immernoch zu viel. ich ziehe meine ärmel weiter runter und unterdrücke die tränen. ich hasse mich, ich hasse mich so sehr. auf einmal meint sie "du guckst total arrogant." die welt verarscht mich. kein wunder, dass mich keiner leiden kann. und jetzt, da ich endlich wieder alleine bin, kann ich heulen. adios


1 comment:

  1. du bist schön ,auch wenn du es nicht denkst .
    Ich find dich so wunderbar und ich wünschte
    du hättest diese schlechten gedanken nicht
    <3

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