Friday, August 31

wir sind uns so nahe wie nie zuvor. wir haben pizza gefressen, fern geschaut. so viel gelacht. du sitzt auf der küchenanrichte und ich stehe zwischen deinen beinen, während dieses unfassbare knistern in der luft liegt, das nur darauf wartet, sich zu entladen. ich bin so glücklich bei dir, so glücklich. ich lege meinen kopf auf deine schulter und höre dich lächeln. "vielleicht würden wir es hinbekommen, wenn wir mal reden würden.", meinst du. "vielleicht.", sage ich, "doch vielleicht müssen wir auch garnicht reden." "stimmt..", antwortest du und schaust mich an. das blau deiner augen macht mich wahnsinnig. unsere köpfe sind weniger centimeter voneinander entfernt und ich habe das gefühl, ich werde wahnsinnig, wenn ich dich nicht endlich küsse. ein lächeln und sekunden, die wie minuten scheinen. und dann, ganz knapp vor'm ziel, klingelt es an der tür. dein kumpel holt dich zum fußballspiel ab, bei dem du heute abend mal wieder im tor stehen musst. wir lachen beide über das perfekte timing. ich mache die tür auf. "na, wer hätte das gedacht?", sagt ali, als er nicht dich, sondern mich im türrahmen erblickt. er steigt zurück in's auto und du verfrachtest deine tasche in den kofferraum. eine umarmung. diese gewissheit ist da, mein herz feiert eine party in meiner brust. die gedanken an dich retten mich, du rettest mich. mir bleibt nichts. bitte, bleib'.

Wednesday, August 29

nur ein lächeln, eine berührung von dir und ich bin für einen kurzen moment gerettet. freitag treffen wir uns, "über uns reden". ich bin jetzt schon nervös, denn ich weiß wirklich nicht, was du willst. weiß ich, was ich will? ich glaube schon, doch ich habe angst. vor dem, was kommt oder auch nicht kommt. und angst davor, dass ich einen rückzieher mache. es tut mir so leid, wie ich zu dir bin, ich versuche mein bestes. doch ich fühle mich so miserabel und gleichzeitig fühle ich nichts. um mich herum sind so viele leute, doch ich kam mir noch nie im leben so allein vor. es tut mir leid, dass ich ich bin. tut mir leid, dass ich dir nicht einfach geben kann, dass ich nicht einfach sein kann, was du verdienst.
es tut mir leid, dass ich nicht einfach okay sein kann.


Tuesday, August 28

http://www.youtube.com/watch?v=3lK_28pR9f0

fuck, ist das genial.
eigentlich könnte alles okay sein, vielleicht sogar ein kleines bisschen perfekt, wenn man aus der summe meines lebens die faktoren abzieht, die sich nicht ändern lassen. doch ich kriege es nicht hin, okay zu sein. ich kriege es nicht hin, glücklich zu sein. wir analysieren in ethik gerade texte von aristoteles. "die 3 wege des glückseligen lebens". und mir ist aufgefallen, dass ich nach der lebensform des genusses lebe, dem niedrigsten und schlechtesten aller wege nach aristoteles. es mag vielleicht total bescheuert klingen, aber das hat mich echt getroffen, denn der gute mann hatte echt recht mit dem, was er gesagt hat. was bringt einem ein leben, in dem nur der genuss einen glücklich macht? was bringt einem ein leben, in dem man nur in einzelnen momenten glücklich ist? was bringt einem ein leben, in dem man immer mehr will? nichts. glückseligkeit kann man nicht erlangen wie einen status, einen ruf; sie kommt aus dem eigenen inneren. sie setzt sich zusammen aus der eigenen einstellung, aus der sicht, die man auf dinge hat. es geht nicht darum, dass immer alles perfekt sein muss, es geht nur darum, auch die schlechten seiten des lebens zu akzeptieren und in sein inneres aufzunehmen, ohne, dass sie einen zerstören, denn sie gehören zum leben wie die guten und somit zur glückseligkeit, denn die welt wird nie perfekt sein. glückseligkeit ist beständig, nicht nur eine phase, ein kurzer moment. sie ist beständig und sie gilt es zu erreichen, wenn man glücklich sein will. was ich mit diesem ganzen gerede eigentlich ausdrücken will ist, dass ich mir jetzt klarer darüber bin, was mir fehlt: akzeptanz. akzeptanz mir gegenüber, akzeptanz gegenüber meines zuhauses, akzeptanz gegenüber meiner vergangenhet, egal, wie weit sie zurück liegt. und um ehrlich zu sein, scheint es mir wie eine unlösbare aufgabe, diese akzeptanz zu erlangen. doch einsicht ist ja bekanntlich der erste weg zur besserung.

just tell me what i takes and i'll go so high, i'll go so high, my feet won't touch the ground.

Sunday, August 26

vortrinken war nicht erfolgreich, schlagen am see auf und verlieren gleich die hälfte unserer gruppe. die cocktails schmecken scheiße, der 'dj' ist scheiße, sein cooles macbook kann ihn auch nicht retten, die leute nerven, überall kleine besoffene weiber, deren röcke gerade mal über ihren arsch gehen. aus 7 leuten sind 4 geworden und wir hauen wieder ab. volljährige freunde sind was gutes, steigen in sein auto und fahren zu 'ner kirmes, die am anderen ende der welt liegt. hocken im auto, wissen nicht, wo wir lang müssen, verpassen die ausfahrt und fahren einmal im kreis. cro kommt aus den lautsprechern, der fahrtwind weht mir ins gesicht, als die welt an uns vorbei zieht und der himmel seine sterne nicht ändert. kommen an, kommen nicht rein, da es schon nach 12 ist. hahaha, scheiße. wir minderjährigen opfer. fahren wieder zurück. gut, dass der sprit nur 'ne gefühlte millionen kostet. wieder am see, kommen nicht an den türstehern vorbei, da es schon nach 12 ist. lege mich kurz mit dem einen an, aber drauf geschissen. umrunden das gelände, finden ein schlupfloch und sind wieder drin. nach 2 cocktails und einem barcardi cola spüre ich immernoch rein garnichts. alter, füllt ihr da überhaupt was rein? finden unsere leute wieder, sie sind alle betrunken, sitzen rum. "wenn du kotzen musst, sag bescheid.", ermahne ich 'nen kumpel. er nuschelt irgendwas. 5 minuten später hängt er über'm mülleimer und kotzt sich den rest des abends die seele aus dem leib. ich besorg' ihm wasser und kümmer' mich um ihn, da ich sonst nichts zu tun habe. der türsteher von vorhin läuft an mir vorbei, hahaha, in your face. um 4 hauen wir ab, sind 8 leute. mein kumpel kann immernoch nicht laufen, hat einen arm um mich und den anderen um 'nen kumpel. tragen ihn und laufen in die falsche richtung, natürlich passen wir nicht zu 8 in's auto. bezahlen 30 euro für ein verkacktes minicar und haben den komischsten fahrer ever. sind irgendwann um 5 daheim und gucken aristocats. ich glaube, das war ungefähr der beschissenste und unnötigste abend meines ganzen lebens, ABER HEY, ich hab noch 15 euro übrig, kleine erfolgserlebnisse tun gut.

Saturday, August 25

maybe tonight i'll call ya, after my blood turns into alcohol.
heute abend steht irgendeine party am see an. frage mich, wer alles so da sein wird, hoffe, dass es nicht regnet, hoffe es wird gut. open end. das wird hart. tschüss, gute erziehung.
no, i just wanna hold ya.

Friday, August 24

ich hab' die schnauze sowas von voll. ich will einfach nur gehen und nie wieder kommen. nie wieder.


Tuesday, August 21

wir hocken in physik, eins der schlimmsten fächer. es herrschen gefühlte 749372 grad raumtemperatur und die zeit zieht sich unendlich. wir sitzen in der letzten reihe mit 2 typen. unsere neue klasse ist cool, sehr sogar. nett, locker und lustig. ich starre vor mich hin, abgesehen davon, dass ich physik nicht verstehe und es mich nicht interessiert, kann ich mich sowieso nicht konzentrieren. ein blick raus auf die straße, ein blick in's gebäude nebenan, ein blick durch die klasse. während unser lehrer irgendwas von trigonometrie und luftkissenbooten redet, höre ich von der seite wieder, wie gut sie sich mit allen versteht. ich sehe die blicke der leute in der klasse, alle finden sie toll, vorallem die typen. ihr leben hat eine kehrtwende gemacht, alles geht stetig irgendwie bergauf, ihr geht es gut. ich bin nicht egoistisch, ich freue mich für sie. mein leben hat auch keine kehrtwende gemacht, eben nur in die andere richtung. es ist, als hätten wir rollen getauscht. jetzt bin ich die unglückliche, die fast niemanden hat und für die sich auch keiner wirklich interessiert. ich sehe scheiße aus und ich bin scheiße. und ja, vielleicht klingt es wie selbstmitleid, aber es ist einfach nur selbsthass. ich hasse, was ich bin und sehe keinen grund, morgens aufzustehen. ich weiß nicht, wohin ich gehe, alles scheint in's nichts zu führen. ich bin das alles leid. das vorgetäuschte lächeln, die zweifel. ich habe so angst, das mit der schule wieder zu verkacken. und ich bin mir sicher, ich werde es verkacken. nicht, weil ich faul bin oder es mich nicht interessiert, sondern weil ich keine motivation dafür finde. für nichts. aber wen kümmert das schon? richtig, niemanden. wenn du nichts schaffst, bist du nichts. und wenn du nichts bist, schaffst du nichts. wo bleibt das glücksgefühl? wo bleibt die goldene jugend, von der alle reden? wo bleibt das leben, das man sich wünscht? alles ist verloren gegangen, irgendwo auf dem weg von damals bis hier. und ich habe angst, es nie wiederzufinden.


Monday, August 20

http://www.youtube.com/watch?v=nTx_odA-3Gw

klar, alles was ich sage und nicht deiner meinung entspricht, ist falsch. ich wollte einfach nur mit dir normal reden, aber hey, das ist ja nicht möglich. ich hasse es, mit dir zu reden. ich hasse es, dass ich mit dir unter einem dach wohne. ich hasse es, dass du mein vater bist. ich hasse es, dass ich jetzt schon wieder hören muss, wie du bei meiner mutter über mich abrotzt. tut mir leid, dass ich nicht so bin, wie du es gerne hättest, dass ich dich nicht stolz mache. "ist okay.", sage ich nur, als meine tür hinter mir in's schloss fällt. "mit dieser scheiß art wirst du im leben nicht weit kommen.", polterst du weiter. ich drehe die musik laut, ich will keins deiner worte mehr hören. lass' mich doch einfach mein leben leben, lass' mich einfach in ruhe. die nächte sind das schlimmste. wenn man unter tränen einschläft und genau weiß, wenn man am nächsten morgen aufwacht, hat sich nichts verändert. wenn die klinge in's fleisch schneidet, du das blut fließen siehst und merkst, dass selbst das nicht mehr hilft. das, was immer die rettung war, ist zur falle geworden und jetzt zu nichts und trotzdem brauchst du es. mir ist kotzübel, ich fühle mich, als würde ein elefant auf meiner brust stehen. ich weiß nicht, wie weit noch und weniger, wie weiter.


Sunday, August 19

ich weiß ehrlich gesagt garnicht, was ich schreiben soll. klar, ich könnte das gleiche schreiben wie immer, doch das will ich euch nicht schon wieder antun. ich habe das gefühl, dass mein kopf überläuft und ich nichts dagegen tun kann. jeder kommt mit seinem leben voran, nur ich nicht. ich stecke fest. ich bin das gegenteil von dem, was ich früher war. und das macht mich traurig und wütend. ich kann so nicht weitermachen, ich will nicht weitermachen. doch zum aufgeben ist es zu spät. denn auch, wenn ich kein ziel vor augen habe, weiß ich, dass ich nicht umdrehen kann. ich darf nicht nachlassen. schon allein wegen der schule muss ich am ball bleiben. ich fühle mich so leer und miserabel, ich möchte so viel mehr. doch gleichzeitig möchte ich garnichts mehr.

Friday, August 17

something's wrong, nothing's right, 
my life is filled with doubt. 
lost the only really thing that i've ever known, 
lost it all and now my hope is gone.

Thursday, August 16

her feelings she hides, her dreams she can't find,
she's losing her mind, she's falling behind,
she can't find her place, she's losing her faith,
she's falling from grace, she's all over the place.

habe erst seit 4 tagen wieder schule und bin schon wieder fast am ende mit den nerven. esse wenig bis nichts und nehme trotzdem nicht ab. fühle mich wie der letzte dreck, doch lächle weiter. was sollte ich auch sonst tun? ich will mit niemandem reden, denn ich bin die "das wird wieder" / "das geht vorbei" / "das ist nur eine phase"- sprüche leid. nichts wird je besser. es ist seit ewigkeiten konstant beschissen und es wird schlimmer, bevor es besser werden kann. bin seit gefickten 8 tagen clean und kriege einen raster.
wie weit noch?

Wednesday, August 15

Monday, August 13

i'm staring at the devil and the thruth of it is, 
he's a lot more familiar than i'd care to admit. 
if only i could focus, maybe if i could see. 
if i didn't know any better, i would say he looks just like me.


ich wünschte, ich wäre hier weg. ich wünschte, ich hätte keine angst davor, nachhause zu kommen. ich wünschte, ich hätte keine angst vor mir selbst. es ist paradox, dass ich mich zerstören muss, um leben zu können. doch es ist genauso paradox, zu bleiben, wenn alles in deinem kopf schreit, dass du gehen sollst.



Sunday, August 12

mein telefonbuch ist lang, doch diese nächte länger.
die gefühle werden nicht schwächer, nur, weil ich sie verdrängt hab'.
und mit diesem sonntag gehen wohl die schlimmsten sommerferien meines ganzen lebens zu ende. und ich hatte schon viele schlimme ferien. ich bin froh, dass es vorbei ist. ich bin froh, ab morgen wieder einen geregelten tagesablauf zu haben, einen sinn im leben. doch ich habe so mega mega mega schiss. ich bin jetzt in der oberstufe. de letzten 3 jahre vor'm abi brechen jetzt an und mein vater macht mir jetzt schon stress, obwohl die schule nicht einmal angefangen hat. noten sind jetzt plötzlich punkte, arbeiten heißen jetzt klausuren und es ist wichtig, den ganzen stoff zu checken. wir kriegen neue lehrer und eine komplett neue klasse. ich habe so angst, dass die leute mich nicht mögen. sie werden mich hässlich finden und komisch. ich habe immer das gefühl, mich vor allen leuten beweisen zu müssen, um respektiert und ernst genommen zu werden. und deshalb mach ich mir so 'nen stress, mein magen dreht sich um bei dem gedanken. ich habe so angst zu versagen und total abzukacken. ich habe angst, dass ich mein leben nicht auf die reihe bekomme und dass alles noch schlimmer wird. oh gott, ich würde mich gerne in ein loch setzen und nie wieder rauskommen.

Saturday, August 11

die nacht bricht herein und es wird kühl. während ich meine jacke überziehe und mich zurück in den kreis setze, höre ich die anderen rumheulen. ihnen ist schlecht, sie sind müde, sie wollen heim. wortlos rauche und trinke ich alleine weiter, obwohl die kälte mir schon in den körper kriecht. ich blase den rauch aus und schaue in die nacht. über uns sind unzählige sterne zu sehen, keine wolke hängt am himmel. vor meinen augen flackern bilder auf, erinnerungen, momente. ich versuche sie beiseite zu schieben, doch irgendwie will es nicht funktionieren. jede erinnerung tut weh. jedes wort, jeder moment, alles unausgesprochene. alles tut weh. ein bisschen dummes gerede, lachen und zuhören. mein ipod gibt keine passenden songs mehr her, die kohle ist durch. wir packen zusammen und hocken uns auf die straße. die nacht ist so jung und ich frage mich, ob gerade irgendwer irgendwo an mich denkt. am nächsten tag setze ich mich in den zug nach frankfurt, ich brauche 'ne hose. zara baut um, hat zu. haha, scheiße. gehe mit meiner freundin in irgendeinen unterwäsche laden, sie probiert bh's an mit ihrem b körbchen. warum alle, nur ich nicht? stehen an der kasse, ich gucke mich im spiegel an. mein bauch wölbt sich und meine beine ähneln mehr denen eines elefanten. ich könnte kotzen. im wahrsten sinne des wortes. schaue mir die menschen an. alle haben nicht so 'ne hackfresse wie ich. wieso kann ich nicht schön sein? wieso nicht dünn? ich weiß, ich habe kaum noch etwas zum abnehmen an mir, aber es ist einfach immernoch zu viel. ich ziehe meine ärmel weiter runter und unterdrücke die tränen. ich hasse mich, ich hasse mich so sehr. auf einmal meint sie "du guckst total arrogant." die welt verarscht mich. kein wunder, dass mich keiner leiden kann. und jetzt, da ich endlich wieder alleine bin, kann ich heulen. adios


Thursday, August 9

die sonne geht unter und warmes licht hüllt mich ein. die welt scheint so farbenfroh, gerade jetzt, kurz bevor die dunkelheit kommt. ich hasse es, die welt in solchen augenblicken von innen zu betrachten, doch rauszugehen scheint bedeutungslos, so wie alles bedeutungslos scheint. ich frage mich, wohin das leben mich bringt. ich hoffe, an einen besseren ort. wenn alle versuche sich als sinnlos erweisen, lohnt es sich dann noch, weiter zu versuchen? lohnt sich überhaupt irgendwas, wenn man mit dem ergebnis sowieso nicht glücklich ist? was, wenn ich mich weiter so unfassbar scheiße fühle, selbst wenn sich etwas ändert? dann ist es nicht mehr die schuld der anderen, nein. sondern meine. vielleicht ist es jetzt schon meine schuld, vielleicht war es schon immer so. doch ich kann mir einfach nicht helfen.
when all you gotta keep is strong,
move along, move along, like i know you do.
and even when you're hope is gone,
move along, move along, just to make it through.

Sunday, August 5

ich wünschte so, die nächste gott verdammte scheiß woche wäre schon vorbei und ich hätte wieder schule, dann hätte ich wenigstens ein schlagfertiges argument, warum ich müde bin, fertig. ich will mich einfach nur in meinem zimmer verbarrikadieren, nie mehr rauskommen und einfach alleine sein. den rolladen unten und im bett liegen. ich kann nicht mal mehr wirklich weinen, selbst die klinge hilft nicht mehr. ich verliere den verstand, doch ich bleibe stumm. vielleicht explodiert mein kopf ja irgendwann, damit hätte sich die sache.

Saturday, August 4

alles für'n arsch, alles soll vorbei sein. mein ipod spielt nur gute laune musik, neben mir singt f.r. gerade "so ist das leben, doch es lohnt sich zu leben." komme mir verarscht von der welt vor, verarsche mich selbst, verarsche alle um mich herum. ich weiß nicht, wer oder was ich bin. ich weiß nicht, was mit mir nicht stimmt. ich will einfach nur alleine sein, doch genau das gegenteil ist immer wieder der fall. blicke in den spiegel, voller ekel stecke ich mir den finger in den hals, immer wieder, bis ich nicht mehr kann, bis mein kopf weh tut. dabei hatte ich mir damals geschworen, es nie wieder zu tun. mein oberschenkel muss herhalten. 3 wochen durchgehalten und jetzt auf alles geschissen. gehe raus und lächel. don't worry, i am doing fine.


http://www.youtube.com/watch?v=SO4LyKd-Hws

Friday, August 3

Thursday, August 2

ich sollte eigentlich glücklich sein, zumindest in dem moment. bin nicht einmal angetrunken, das geld soll noch für's minicar nachhause reichen, also sind nur 2 bier drin. der club ist gut, die musik auch, die menschen cool, bis auf die üblichen schwachmaten, die man überall findet. doch selbst als wir auf der tanzfläche sind, kann ich nicht aufhören nachzudenken, meine gedanken rasen, ich kann nicht loslassen. 12 uhr. 1 uhr. halb 2. um 2 verschwinden wir. ich hätte noch ewig tanzen können, doch meine freundin kann nicht mehr laufen. wir fallen in's bett, ich bin hellwach. wache einige stunden später auf, es ist 11. mein nacken tut weh, irgendwie lag ich anscheinend scheiße. meine freundin rollt sich herum und schläft weiter. ich liege wach im bett und starre an die decke. schlage meine augen zu, doch wie automatisch öffnen sie sich wieder. ich steige aus dem bett und schlüpfe unter die dusche, um den dreck von gestern abend abzuwaschen. ziehe mich aus und komme, dank der größes des badezimmers, nicht drum herum, mich im spiegel anzugucken. ich habe augenringe, meine hüftknochen ragen so krass heraus wie schon lange nicht mehr. ich erschrecke mich fast vor mir selbst. plötzlich schnürt es mir die kehle zu. nicht das, was ich im spiegel sehe, sondern das, was ich denke. was ist falsch mit mir? wieso kann ich nicht einfach normal sein? wieso kann ich nicht glücklich oder fröhlich sein? habe es immer auf die pubertät geschoben, doch irgendwas stimmt mit mir nicht. klar, das wusste ich auch schon vorher, aber jetzt spüre ich es in mir, wie ein dunkeles schwarzes loch. wieso bin ich so? ich will, dass das alles weggeht.